Leitbild Gemeinde Sattel
Sattel 2020: Wohnen und leben, wo andere Kraft holen
Wir haben in Sattel ein seltenes Privileg. Wir leben, arbeiten, erholen uns an einem Ort, an dem andere Menschen ihre wertvollste Zeit, ihre Freizeit verbringen. Und wenn es uns in die Zentren zieht, zur Arbeit, zur Ausbildung, zum Vergnügen, sind wir dank guten Verbindungen schnell hin und zurück.
Als lebhaftes Dorf in der Nähe der Agglomerationen wollen wir uns entwickeln, aufgeschlossen für das Neue, verankert in der Tradition und wir möchten den Menschen, die hier wohnen, mehr als ein Dach über dem Kopf bieten.
In den Himmel können unsere Bäume nicht wachsen, aber über den Nebel. Und um diesen zu lichten, hat der Gemeinderat versucht, einige Lichter und Wegmarken zu setzen.
Diese Überlegungen unterbreiten wir den Sattlerinnen und Sattlern, aber auch allen, die sich vorstellen können, eine längere oder kürzere Zeit in Sattel zu verbringen, zur Diskussion.
Der Gemeinderat wird seine jährlichen, überprüfbaren Ziele immer wieder auf die Perspektive 2020 auszurichten versuchen. Regelmässig wollen wir feststellen, was uns zum Ziel führt und was uns vorderhand davon abhält.
Sattel, 28. September 2009 Gemeinderat Sattel
Hier finden Sie das Leitbild "Sattel 2020" als PDF
Die Perspektiven
1. Ein gesunder Haushalt in einer gesunde Umgebung
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Leitsätze |
Ziele und Massnahmen |
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1.1 Wir schätzen unsere attraktive Landschaft und die natürlichen Ressourcen. Wir gehen damit sorgfältig um und entwickeln unsere Gemeinde nachhaltig. Dadurch schaffen wir den Rahmen für eine hohe Wohn-, Aufenthalts- und Lebensqualität. Dazu gehört auch ein gutes Freizeitangebot. |
1.1.1 Mitarbeit im internationalen Gemeindenetzwerk Allianz in den Alpen intensivieren und positive Erfahrungen anderer Gemeinden umsetzen. 1.1.2 Bestrebungen zur Schaffung eines regionalen Naturparkes unterstützen. 1.1.3 Förderung von ökologischer Bauweise, Nutzung einheimischer Energie und Energieeffizienz durch das Baureglement und durch beispielhaftes Verhalten der Gemeinde (z.B. beim Projekt des neuen Gemeindehauses). 1.1.4 Einzonung von guten Wohnlagen für feinkörnige Bebauungen. 1.1.5 Schaffung von qualitativ guten Aussenräumen für alle Altersgruppen bei öffentlichen und privaten Planungen und Bauten. 1.1.6 Erhalt der Einkaufsmöglichkeiten und Grunddienstleistungen. 1.1.7 Unterstützung der Weiterentwicklung der touristischen Infrastruktur. 1.1.8 Fortsetzung der Unterstützung des Projektes "Free Snow Sattel". 1.1.9 Kontinuierlicher Ausbau der Freizeitanlagen im "Schlössli". |
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1.2 Die Basis für unsere Entwicklung ist ein gesunder Finanzhaushalt. Eine gute Eigenkapitalbasis soll uns helfen, Schwankungen in den Einnahmen und Ausgaben ohne Steuererhöhungen auszugleichen. Eine hohe Budgetdisziplin und eine konsequente Investitionsplanung tragen dazu bei, dass wir unsere Steuerbelastung tief halten können. |
1.2.1 Realisierung eines Finanz- und Investitionsplanes über mind. 4 Jahre. 1.2.2 Eigenkapital in der Grössenordnung von 75 % eines Jahressteuerertrages anpeilen. 1.2.3 Steuerfussziel im vorderen kant. Mittelfeld. |
2. Qualität, massgeschneidert
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Leitsätze |
Ziele und Massnahmen |
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2.1 Wir suchen ein gutes Mass zwischen den Ansprüchen der Bevölkerung und den Möglichkeiten eines kleineren Gemeinwesens im ländlichen Raum. |
2.1.1 Eigenverantwortung und Eigeninitiative der Bevölkerung werden gefördert. |
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2.2 Die Kinder sollen bei uns die Möglichkeiten und den Raum für eine gesunde Entwicklung vorfinden. Für die ausserschulische Betreuung der Schulkinder werden originelle und vertretbare Lösungen erarbeitet. |
2.2.1 Standards der UNICEF für kinderfreundliche Dörfer erfüllen. 2.2.2 Freiwilligen Zweijahreskindergarten anbieten. 2.2.3 Schultransport und Schulwege optimieren, evtl. Mittagstisch anbieten. 2.2.4 Sicherheit der Schulwege überprüfen und notwendige Massnahmen umsetzen. 2.2.5 Einführung des "nordischen Schulmodells" prüfen. 2.2.6 Aus der Initiative und der Verantwortung der Bevölkerung entstehende Vorschulangebote werden unterstützt. |
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2.3 Bei der Betreuung unserer älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger wird das Ziel verfolgt, ihnen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in der vertrauten Umgebung zu ermöglichen |
2.3.1 Schaffung eines Seniorenrates anregen und unterstützen. 2.3.2 Altersleitbild ausarbeiten. 2.3.3 Private Pflegehilfen in Zusammenarbeit mit der SPITEX ausbilden. 2.3.4 pflegende Angehörige beraten und unterstützen. 2.3.5 Pro Senectute unterstützen. 2.3.6 Zusätzliche Alterswohnungen erstellen und Voraussetzungen zum "betreuten Wohnen" schaffen. 2.3.7 Erfahrungen anderer Gemeinden mit neuen Wohnformen für das Alter auswerten. 2.3.8 SPITEX-Angebot bedarfsgerecht ausbauen. 2.3.9 Präventive Hausbesuche organisieren. 2.3.10 Gemeinsamer Mittagstisch von Senioren und Schulkindern realisieren. |
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2.4 Beim Verkehr mit den Behörden und der Verwaltung werden die modernen Techniken und Formen gefördert und bürgerorientiert umgesetzt. |
2.4.1 Angebote auf dem Internetportal der Gemeinde ausbauen. 2.4.2 Eine benutzerfreundliche Vereinheitlichung der Kantons-, Bezirks- und Gemeindehomepages anstreben. 2.4.3 Ein bürgerfreundliches Gemeindehaus realisieren. |
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2.5 Die Entsorgungsdienstleistungen werden unter Beachtung der Kosten optimiert. |
2.5.1 Angebote der Grünabfuhr durch Möglichkeiten, die Abfälle und Entsorgungsgüter bei Bedarf individuell an geeigneten Stellen entsorgen zu können, ergänzen. |
3. Wir unterstützen private Initiativen und nehmen Einfluss
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Leitsätze |
Ziele und Massnahmen |
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3.1 Vieles, was unsere Gemeinde lebenswert macht, beruht auf privater Initiative und Freiwilligenarbeit. Diese wollen wir, wo es möglich ist, unterstützen und stärken. |
3.1.1 Benützungsgebühren für öffentlichen Infrastrukturen reduzieren oder abschaffen. 3.1.2 Freiwilligen- und Milizarbeit durch einen jährlichen Anlass aktiv anerkennen. 3.1.3 Nicht monetäre Entschädigung für Arbeiten in kommunalen Kommissionen und Arbeitsgruppen einführen. 3.1.4 Vereine in ihrer Kommunikation unterstützen durch kostenlose Nutzung der Kommunikationskanäle der Gemeinde (Internet, Gemeindebroschüre, etc.). |
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3.2 Wir wollen die Ansiedelung und Entwicklung von Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben und damit von interessanten Arbeitsplätzen ermöglichen. |
3.2.1 Aktive Landpolitik betreiben. 3.2.2 Land erwerben und tauschen, um an geeigneten Orten Gewerbeland einzonen und anbieten zu können. 3.2.3 Eigene Landreserven (z.B. Brunnern / Moos) aktivieren. 3.2.4 Teilzonenplan Gewerbe erlassen. 3.2.5 Aktiv Gespräche mit privaten Grundeigentümern führen. |
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3.3 Wir vermitteln zwischen Grundeigentümern und möglichen Investoren, wenn es darum geht, baufällig gewordene Objekte einer neuen und qualitativ wertvollen Nutzung zuzuführen. |
3.3.1 Objekte mit Erneuerungspotential eruieren und auflisten. 3.3.2 Aktiv Gespräche führen mit Eigentümern und Investoren. |
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3.4 Bei grösseren Überbauungen nehmen wir Einfluss, damit Angebote erhalten oder geschaffen werden können, welche der Grundversorgung der Bevölkerung dienen, z.B. Dorfladen, Post, Bank und andere Dienstleistungen. |
3.4.1 Projekt Gemeindehaus im Ortszentrum umsetzen. 3.4.2 Postdienstleistungen in hoher Qualität und den Bedürfnissen der Bürger entsprechend erhalten. 3.4.3 Kontakt zur Post halten. |
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3.5 Wir suchen mit den Betreibern des öffentlichen Verkehrs gute Lösungen, um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel noch attraktiver zu gestalten. Dazu gehört die Optimierung der Haltestellen in der Gemeinde. |
3.5.1 Halt Voralpen-Express erreichen. 3.5.2 Bushaltestelle Küngstmatt/Dorf realisieren. 3.5.3 Bahnhaltestelle "Zentrum/Krone" realisieren. |
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3.6 Als voralpine Streusiedlungsgemeinde sind wir auch auf gute Verkehrsinfrastrukturen für den Individualverkehr angewiesen und setzen uns für eine landschafts- und umweltverträgliche Umsetzung dieser Verkehrsanliegen ein. |
3.6.1 Genügend Parkraum bei Überbauungen und frequenzstarken Einrichtungen fordern und realisieren. |
4. Partnerschaften dort, wo es allen dient
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Leitsätze |
Ziele und Massnahmen |
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4.1 Als Gemeinde wollen wir unsere Eigenständigkeit und Autonomie behalten, suchen aber Partnerschaften, wo es allen dient. Wir setzen die bewährte Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden in der Bildung, in der Altersbetreuung, im Sozialwesen, in der Tourismusförderung usw. fort |
4.1.1 Zusammenarbeit mit dem St. Annaheim Steinerberg und dem Alterszentrum Breiten Oberägeri fortführen. 4.1.2 Schulische Spezialdienste im Verbund mit anderen Gemeinden anbieten. 4.1.3 Projekt Hallenbad Ägerital unterstützen 4.1.4 Mit den Gemeinden des Ägeritales entwickeln wir die touristische Destination Ägerital – Sattel gemeinsam. |
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4.2 Wir nutzen die 700-Jahrfeier der Schlacht am Morgarten zusammen mit unsern Zuger Nachbarn, um die Vorzüge der Region als Wohn- und Erholungsgebiet landesweit bekannt zu machen. |
4.2.1 Frühzeitige Gründung eines OK für die 700-Jahrfeier der Schlacht am Morgarten unter Einbezug der Kantone Schwyz, Zug und der Eidgenossenschaft anregen. 4.2.2 700-Jahrfeier der Schlacht am Morgarten zur Realisierung von permanenten Attraktionen nutzen (nachhaltige Feier). 4.2.3 Schlachtgelände für Schulreisen und Exkursionen attraktiv gestalten. 4.2.4 Realisierung Trottoir Schornen unterstützen. |
5. Chancen nutzen
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Leitsätze |
Ziele und Massnahmen |
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5.1 Einen wesentlichen Beitrag zur Pflege der einmaligen Landschaft leisten die Bäuerinnen und Bauern. Wir setzen deshalb unsere Anstrengungen zur Verwirklichung des Landschaftentwicklungskonzeptes LEK fort. |
5.1.1 Die erforderlichen Mittel für die Umsetzung des LEK bereitstellen. 5.1.2 Landwirte in der Umsetzung von landschaftsfördernden Massnahmen beraten, unterstützen und finanzielle Hilfen vermitteln. 5.1.3 Siedlungsbegrenzungen gegen aussen respektieren. Bauliche Entwicklung nach innen anstreben. 5.1.4 Reduktion der Strassenflächen H8 durch Realisierung des Kreisels "Post" erreichen. |
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5.2 Der Tourismus wird als Erwerbsquelle und als positiver Faktor für die Wohnqualität wahrgenommen und weiterhin gefördert. |
5.2.1 Weiterentwicklung des Tourismus in Richtung Aufenthaltstourismus unterstützen. 5.2.2 Bilanz ziehen über das Tourismusleitbild 2000 und dieses anschliessend überarbeiten. |
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5.3 Zusammen mit der Landwirtschaft und Hauseigentümern möchten wir das Angebot an Ferienwohnungen ausweiten |
5.3.1 Raumplanerische Möglichkeiten zur Schaffung von Ferienwohnungen auf Bauernhöfen eruieren. 5.3.2 Vermittlung von Ferienwohnungen über die Gemeinde-Homepage unterstützen. |
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5.4 Das vorhandene Fuss- und Wanderwegnetz und der Zugang dazu sollen rechtlich gesichert werden. Lücken im Fussweg- und Wanderwegnetz sollen geschlossen werden. |
5.4.1 Bestandesaufnahme Fuss- und Wanderwege durchführen und Lücken eruieren. 5.4.2 Fusswege und Wanderwege rechtlich sichern. 5.4.3 Unterhalt Fuss- und Wanderwege organisatorisch und finanziell regeln. |
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5.5 Wir unterstützen Bestrebungen, die einheimischen erneuerbaren Energieträger in der Gemeinde besser zu nutzen und die Energie effizient einzusetzen. |
5.5.1 Energiegewinnung für Gemeindebauten aus einheimischen erneuerbaren Energieträgern anstreben und wo möglich, umsetzen. 5.5.2 Effiziente Energienutzung bei Bauten mit Ausnützungsbonus unterstützen. 5.5.3 Finanzielle Unterstützung prüfen |
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5.6 Wir wollen den guten Zusammenhalt in der Gemeinde erhalten und fördern, indem wir Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger aktiv begrüssen und ihnen Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Anlässen und in Kommissionen offerieren. |
5.6.1 Einen jährlichen attraktiven Anlass für Einheimische und Neuzugezogene durchführen (Treffpunkt Sattel). |
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5.7 Wir planen attraktive Anlässe, an denen sich die interessierte Bevölkerung regelmässig treffen und kennen lernen kann. |
5.7.1 Weiterhin Bundesfeier durchführen. 5.7.2 Weiterhin aktiv bei der Organisation und Durchführung der Schlachtjahrzeit am Morgarten mitarbeiten. 5.7.3 Eigenständige kulturelle Anlässe der Kulturkommission durchführen. |
